Ohne den Schutzfilter der feuch- ten Atmosphäre bewirkt die Infrarotstrahlung der Sonne eine extreme Austrocknung, was zum Beispiel in den Wüsten unserer Erde zu äußerst lebensfeindlichen Bedingungen führt.

Erst durch den Filtereffekt des Wasserdampfes in  der  Atmos- phäre verliert die Infrarotstrah- lung der Sonne ihre schädliche Wirkung und ermöglicht vielfältiges  Wachstum. Findet diese Filterung nicht statt,  so absorbieren erst die Wassermoleküle in den obersten Hautschichten die Energie derjenigen Frequenzbereiche, die sonst durch den Wasserdampf der Atmosphäre herausgefiltert werden. Die Folge: es “sticht und brennt”. Starke Überhitzung und rasche Austrocknung des Gewebes sind die Folgen.

Die Extrazell®-Strahler bilden das  Zusammenspiel von Sonne und feuchter Atmosphäre nach. Ohne UV  abzustrahlen liegt die Emission neben sichtbarem Licht (400-780nm) im physiologisch bedeutsamen Infrarot-A-Spektrum (780-1.400nm).

Die Besonderheit  wassergefilterter   Infrarot-A-Strahlung    ist, dass  neben  hautbelastendem Infrarot B und C auch aus dem grundsätzlich gut verträglichen Infrarot-A-Spektrum die  hautbelastenden  Absorptionsbanden bei 944 nm, 1.180 nm u. 1.380 nm  ausgeblendet werden. Dies geschieht  durch  einen  hermetisch geschlossenen Wasserfilter im Strahlengang der Extrazell®- Strahler, wobei  die Absorption auf einer Anregung der OH-Banden des Wassers beruht .

Der wIRA®750 ist ein medizinisches Licht- und Infrarot-A-Bestrahlungsgerät für die professionelle Anwendung, das bei Erwachsenen und Kindern eingesetzt werden kann. Er ist aus mehrjähriger Forschungs- und Entwicklungsarbeit entstanden und ermöglicht eine

besonders homogene Bestrahlung bei hohem Wirkungsgrad. Das Gerät ist nur für Fachkreise und weder für den Privatgebrauch noch für die Neona- tologie bestimmt.

wIRA® steht für wassergefiltertes Infrarot A: Die in einer Küvette herme- tisch eingeschlossene Hydrofüllung absorbiert die hautschädigenden Wellenlängen der Infrarot-Strahlung. wIRA® ermöglicht eine therapeu- tische Erwärmung auch tiefer liegender Gewebeschichten über längere Zeiträume ohne die Haut thermisch zu belasten.

Dadurch wird wIRA überall dort wirksam angewandt, wo Wärme guttut und eine heilende Wirkung zeigt. Über den üblichen Anwendungsbereich über Wärmetherapie hinaus gibt es wIRA-spezifische Anwendungsfelder, wie die wIRA-Warzentherapie, Langzeitbehandlung oder die lokale Ober- flächenhyperthermie. Der gleichzeitige Anteil sichtbaren Lichts (VIS) wird auch therapeutisch eingesetzt (beispielsweise photodynamische Therapie, Aknetherapie oder Farbbestrahlung mit dem optionalen 7-Farbfiltersatz). Indikationen: Klassische Wärmetherapie bei Verspannungen, muskuloske- lettalen Beschwerden, chronischen Entzündungen, Schmerzsyndrom, Beschwerden des rheumatischen Formkenkreises. VIS-wIRA-spezifische Anwendungsgebiete umfassen die wIRA-Warzentherapie, VIS-wIRA PDT (mit Spezialgerät PhotoDyn®750), VIS-wIRA-Akne-Behandlung sowie die Wundbehandlung zur Wundheilungsförderung oder zur Behandlung von Wundschmerz. Die Vorteile des wIRA 750 liegen in der einfachen, flexiblen Anwendung und im hautschonenden, nicht austrocknenden Bestrahlungsspektrum, das herkömmliche Wärmestrahler nicht bieten können.

Strahlungsemission wassergefiltertes Infrarot A (wIRA®: 780-1400nm), sichtbares Licht (400-780nm), keine UV-Strahlung
Bestrahlungsfeld 20 cm/32 cm Durchmesser
Nennspannung 230 V, 50 – 60 Hz Wechselstrom
Leistungsaufnahme 600 W/ 775 W
Abmessungen Länge: 28,5/28 cm, Breite: 23,5/27 cm, Höhe: 35,5/28 cm
Bestrahlungsstärke E = 200 ±10% mW/cm2 (in der optischen Achse)
Temperaturschutz Automatisch, selbstrückschaltend nach Abkühlung
Gewicht ca. 5 kg/ 7,5 kg mit Tischstativ ohne Verpackung
CE-Kennzeichnung nach Richtlinie 93/42/EWG und 2007/47/EG
Klassifizierung aktive Medizinprodukte Klasse IIa
Ausführung verschiedene Stative erhältlich

Wassergefiltertes   Infrarot  A (wIRA) ermöglicht die lokoregionale Erwärmung tieferer Gewebeschichten  mit  höherer  Bestrahlungsstärke (hoher Wärmeeintrag) über längere Zeiträume. Dabei baut sich rasch ein tiefgreifendes Wärmefeld mit Zeit-Thermal Effektlich anhaltendem Wärmedepot durch folgende Wirkmechanismen auf:

  • hohe primäre Tiefenwirksamkeit von wIRA durch Erreichen der Kapillarbereiche in der Haut
  • geringe Erhitzung der Hautoberfläche
  • Durchblutungssteigerung verteilt die Wärme schneller in die Tiefe
  • normale Gewebewärmeleitung
  • Sekundäre Wärmefreisetzung durch Stoffwechselanregung

 

Das führt zu einer deutlich verbesserten zellulären Energiebereitstellung. Dafür sind drei Faktoren verantwortlich:

  • Sauerstoffpartialdruck im Gewebe wird gesteigert
  • Gewebetemperatur wird erhöht
  • Gewebedurchblutung wird verstärkt

 

Die wIRA-Therapie  ist ein vielseitiger Helfer in Klinik und Praxis. Denn beim Einsatz dieser tiefgreifenden Wärmeapplikation im Bereich der physikalischen Therapie ist in der Regel auch eine verbesserte Gewebedurchblutung in tieferen Schichten zur Steigerung der Stoffwechselak- tivität und zum Ausschwemmen von Metaboliten erwünscht.

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